Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit München Webdesign.

Das Internet ist ja bekannt dafür, dass jeder frei seine Meinung äussern kann, aber muss man gleich Leute beleidigen, die höflich eine vernünftige Frage stellen?
Bei einigen Benutzern des Webmasterpaks.net, scheint dies Gang und Gäbe zu sein, wenn man sich einige Threads anschaut. Da wird höflich nach Blogs gefragt, die das von WordPress so populär gemachte “NoFollow” verweigern… und eine der ersten Antwortsätze enthält “Spammer” und “elendige SEO-Huren“.
AyAyAy! Da hat wohl jemand seine Gefühle nicht unter Kontrolle? Und kurze Zeit später melden sich dann die ach so seriösen Gestalten des Internets und hauen weiter drauf - natürlich sachlich und thematisch total vorbei.

Nicht jeder, der nach Dofollow-Seiten fragt, möchte diese zuspammen (sollte einem eigentlich schon die eigene Logik sagen)!

Nennen wir es “easy Linkbuilding“. Was ist so verkehrt daran, dass ich meine Meinung zu einem Thema das mich interressiert in 7,8,9 oder 10 Zeilen Text festhalte und dabei noch einen schönen Link für meine Seite schaffe? Um die Wirksamkeit von solchen DoFollow-Links zu diskutieren, ist unser Marketingexperte Stefan wohl die richtige Anlaufstelle. Ich bin kein SEO-Experte und es würde auch den Rahmen dieses Posts sprengen, wenn wir über sinn- und unsinnige Linkbuilding-Taktiken philosophieren würden.

Zurück zum eigentlichen Thema. Warum sind SEOs scheinbar in Deutschland so verhasst? Liegt es an Leuten wie Bernd Sonnensegel oder dem Jürgen hinter Schiebevorhänge? Solche Spammer haben nichts mit SEO zu tun, sondern mit Schwachsinn. Zum Glück sind solche Gestalten (noch?) Einzelfälle.
So genannte “SEO-Huren” sind übrigens in meinem Blog gern gesehen. Ich habe keine Probleme mit guten Kommentaren, auch wenn die Intention eine andere war. Ihr könnt von mir aus auch gerne mit euren Keywords als Name kommentieren… warum auch nicht? Wenn es euch glücklich macht, soll es mir recht sein, solange ich keinen Nachteil daran habe. Also ihr könnt euch hier bei Interesse ruhig austoben (aber bitte keine Einzeiler ;)).

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This post has 17 comments.

  1. B.Milde
    24 Dez 08 12:34

    Ich habe von vielen Blogbetreibern gehört, das es Beiträge gibt, die erst durch ihre Kommentare Besucher von Suchmaschienen locken. Eine Belohnung (=DoFollow-Link) für jedes Kommentar sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein… ist es aber leider nicht.
    Wordpress hat die unschöne Standarteinstellung No-Follow, womit allen technisch unerfahrenen Blogs leider die Entscheidung abgenommen wird.
    Ich kann auch nur jedem Blogbetreiber zu DoFollow raten - wer Angst vor einer Spamflut hat, kann sich Mollom mal angucken, das funktioniert bei mir ganz gut.

  2. Webdesign
    05 Jan 09 16:24

    Deinem letzten Absatz stimme ich voll und ganz zu ! Wenn ich im Gegenzug einen guten, sinnvollen Kommentar bekomme gebe ich auch gerne einen Link dafür. Ist doch nur Fair ! Spammer landen bei mir eh in der Moderation oder in der Akismet-Falle.

  3. chris
    20 Jan 09 08:00

    Also es läuft ja eigentlich so, das die Seo´s zwar ganz klar einen Backlink setzen wollen in den jeweiligen Blogs, aber dadurch wird ja auch der jeweilige Blog größer, erhält mehr Traffic und und und. Das sollte man alles nicht verachten.

    Aber das mit den seo Huren fand ich Geil! Manche Leute wissen nicht mehr weiter und müssen so zur Schimpfwortkiste greifen!

  4. eminus
    27 Jan 09 12:59

    Wenn man solche Beispiele wie “Bernd Sonnensegel”, der offensichtlich sehr viele Verwandte hat, sieht, muss man sich natürlich nicht wundern, dass manche die Nase voll haben. Spam-Kommentare wie “tolle Seite” oder “sehe ich auch so” nerven natürlich, aber deswegen gleich unsachlich zu werden ist der falsche Weg. Es sind in der Regel nicht SEOs - damit meine ich nicht die Menschen, die wertlose Massenlinks für ein paar Euro verkaufen - sondern nimmersatte Homepagebesitzer selbst, die rücksichtslosen Kommentarspam betreiben. Das selbe Phänomen kann man übrigens auch in Webkatalogen beobachten.

  5. jo ich hasse diese oberlehrer guys. Fast so schlimm wie leute die auf der autobahn absichtlich auf der linken spur 130 fahren nur um einen eins auszuwischen :P Btw. ich mag eWhoring :D

  6. Patrick
    24 Mrz 09 17:01

    Schön, dass Du das so siehst. Aber man weiss ja mittlerweile, dass es in Deutschland immer dann schwierig wird, wenn ein anderer auch etwas davon haben könnte. Viele Unternehmen, die Services ausschließlich auf Erfolgsbasis mit Beteiligung an Ersparnissen haben, haben es schwer. Schlimm, oder?

  7. Die wesentliche Problematik dürfte zutiefst psychologisch menschlicher Natur sein. Der moderne Konsument empfindet - sehr verkürzt dargestellt - in der Summe Werbung als individuell belästigend, denn sie wird als logische Konsequenz immer aggressiver, da das Individuum stets dazu neigt, sie entsprechend seiner Fähigkeiten bestmöglich - sprich am wenigsten störend - auszublenden.

    Brückenschlag zu werbenden Blog-Kommentaren: Vermutlich hätte sich bisher kein Mensch darüber aufgeregt, wenn alle Kommentare im Internet stets geistreich dem Diskurs des jeweiligen Ursprungsbeitrag gedient hätten.

    Jedoch neigt der Mensch in der Ökonomie der Zeit dazu, diese gewinnmaximierend zu handhaben, soll heißen: Ich nehme soviel ich bekommen kann (funktionaler Backlink) und gebe so wenig wie möglich dafür (wenig Zeit = wenig inhaltlicher Sinn = wenig, allgemeiner Text), weil ich zum Zeitpunkt des “Geschäfts” nicht kontrolliert werden kann.

    Tja, und so bedingt das Ende wieder den Anfang; der Kreis schließt sich. ;)

  8. Toni
    15 Mai 09 18:07

    Netter Post!

  9. Auf die Idee den Namen mit Keywords zu spicken bin ich bisher noch gar nicht gekommen.
    Aber wenn es so offen angeboten wird, will ich doch so dreist sein und das auch ausprobieren.

    Danke sowohl für dieses offene Zugeständnis als auch den Artikel. Da ohne Blogs und Co Linkbuilding tatsächlich sehr schwierig ist, bin ich froh dass es einige Leute wie dich gibt, die Neulingen die Möglichkeit bieten einen etwas leichten Start zu erleben.

  10. Dietmar
    08 Sep 09 15:53

    Gerade Blogs leben doch von der Interaktivität mit dem Besucher. Gerade kontroverse Thesen und Themen beleben den Blog. Außerdem interessiert sich Google immer weniger bis gar nicht mehr für das “nofollow” Attribut. Wer SEO nur für die Robots von Suchmaschinen betreibt, optimiert am Benutzer vorbei. Was helfen zig tausend Links von Webseiten, die niemand besucht, die aber keinen “nofollow” besitzen? Gar nichts. Davon gibts genug. Man sollte nie vergessen, dass das Ziel von SEO immer noch das Steigern der relevanten Zugriffe auf die Webseite zum Ziel hat oder haben sollte.

  11. Ist schon lustig zu sehen, was Dein Aufruf: “Ihr könnt von mir aus auch gerne mit euren Keywords als Name kommentieren…” ausgelöst hat. Und so reihe auch ich mich gerne ein.

    Allerdings muss ich zu dem Forenverhalten von so manchen SEO-Huren auch noch einen inhaltlichen Kommentar loswerden (außerdem bringt’s Dir ja auch Content). Gerade im Abakus Forum laufen ja ein paar Spinner rum, die sich wirklich nicht unter Kontrolle haben und nur darauf aus sind, eigentlich interessante Threads mit wüsten Beschimpfungen komplett zu zestören. Warum machen die das? Haben die nichts im Kopf oder in der Hose oder wollen die den Thread “abtöten”, bevor irgendwelche SEO-Geheimnisse preisgegeben werden?

  12. Ach so, noch ein Nachtrag: Hast Du schlussendlich noch eine Antwort auf Deine DoFollow-Blogs bekommen? Würde mich auch interessieren! :-)

  13. Erstmal vielen Dank für diesen heiteren Artikel. Grundsätzlich kann ich dem Teil über “easy Linkbuilding” nur zustimmen. Denn was ist so falsch daran, wenn man sich auf Blogs zum Thema (z.B. Webdesign oder Webprogrammierung) äußert und dadurch noch einen Backlink bekommt. Wir sollten nur aufpassen das wir uns nicht zu sehr in Richtung amerikanischen, indischen, russischen und chinesische Linkzuchtfarmen entwickeln. Ansonsten merkt man ja auch an diesem Beispiel - Blogs die auf NoFollow verzichten werden gerne besucht und die Diskussion wird dadurch zwangsläufig auch interessanter :-) Beide Seiten profitieren :-)

    Gruß Daniel - MammutMedien

  14. Sebastian
    28 Dez 09 15:07

    Zu Wordpress kann ich nur sagen, das es natürlich verdammt ärgerlich ist das die Links nicht auf nofollow stehen, aber ich denke auch das die Blogs die Ihre Links auf dofollow stehen haben, mehr Besucher, mehr Traffic und mehr Kommentare haben.
    Ich meine beide Seiten profitieren davon nur,das ärgerliche ist natürlich das es zur Zeit Programme gibt die diese Lücken ausnutzen z.B Ultimate Wordpress Commenter Spamer, hab die Software irgendwo mal beim surfen gesehen, natürlich aus der USA… Kostenfaktor 100$…
    Da hört der Spaß dann doch wieder auf, Prinzipiell Blogs auf “dofollow” allerdings ist dann eine Spam-Software dagegen, Grund genug seinen Wordpress Blog auf nofollow zustellen.
    Gruß

  15. Impulse
    02 Feb 10 22:16

    Solange einigermaßen sinnvolle Kommentare gepostet werden, spricht doch nichts dagegen seinen Blog dofollow anzubieten. Man könnte dazu auch “winwin-Situation” sagen. Mein Blog ist übrigens auch dofollow und erst ein paar Tage alt. Aktuell würd ich mich sogar über nen reinen Spam-Kommentar freuen ;)

  16. mike
    10 Feb 10 14:00

    Hey, ich finde wie Deutsche sind auch mal wieder bei diesem Thema zu pragmatisch.. “was bringt mir was”? usw usw.. gruß Mike

  17. Taxi-Bonn
    13 Feb 10 13:01

    Wenn man sich einige der erfolgreichsten Blogs in Deutschland anschaut stellt man fest, dass diese tatsächlich auf “dofollow” setzen: http://www.do-follow-blogs.de/ Ich denke auch, dass dies mehr Vorteile als Nachteile unter dem Strich bringt…

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